Pressemitteilung unserer BI: Die Ressource Wasser ist endlich. Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) zieht die Notbremse, um Versorgung zu sichern.

Am 1.12.21 beschloss die Verbandsversammlung des WSE eine Satzungsänderung, die Verträge für Obergrenzen beim Wasserbezug ermöglichen soll.

Diese Entscheidung kam nicht überraschend. Bereits vor der Tesla-Ansiedlung musste der Verband in zwei Fällen mehr Grundwasser zur Trinkwasserversorgung fördern, um Spitzenbedarfe abzudecken. Beantragte Steigerung der Fördermengen wurden verwehrt. Da der Wasserverbrauch gleichzeitig stieg, sprach der Verband sich 2019 gegen Neuansiedlungen von Gewerbe und Industrie aus.

In dieser zugespitzten Lage seitens der Politik die Ansiedlung Teslas zu erzwingen, war eine grobe Fehlentscheidung.

Mit dem Entscheid für Tesla erhielt der WSE „über Nacht“ an zwei Standorten die Möglichkeit mehr Grundwasser zu fördern. Dagegen legten Umweltverbände Widerspruch ein. Derzeit läuft eine juristische Auseinandersetzung zu Förderung an einem dieser Standorte mit offenem Ausgang.

Diese Entwicklung macht deutlich, dass das Vorgehen der SPD geführten Landesregierung wie bei der Tesla-Ansiedlung nicht funktioniert. Es werden politische Entscheidungen zu Industrieansiedlungen und Zuzug wie bei Tesla getroffen und danach wird mitgeteilt, dass die Wasserversorgung Aufgabe der Kommunen und deren Wasserverbänden ist.

Drastische Maßnahmen, wie jetzt beim WSE, sind die Folge. Die Pflicht der Umweltbehörde aber ist es, alle Ausbaustufen Teslas sowie nachziehender Industrie / Gewerbe zu betrachten und nicht nur die erste Ausbaustufe. Sich mit deren Genehmigung rein politischem Druck zu beugen und nicht den Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes, wird nicht nur die Vorgärten in Grünheide verdorren lassen.

Deutlich wird erneut, der Standort Tesla Gigafactory ist auf Grund des hohen Wasserbedarfes und der Lage im Wasserschutzgebiet völlig ungeeignet. Das ist auch Tesla bekannt und kann auch durch Musk nicht verlacht werden.

Für die BI Grünheide und den Verein Natur und Landschaft in Brandenburg e.V. (VNLB) bleibt es dabei, die Tesla-Gigafactory Grünheide muss zurück gebaut werden.